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Reaktionen in Bremen bezüglich der Bremer Grünen

Mittwoch, den 19. August 2009

Nachdem gestern durch die Presse in Bremen bekannt wurde, dass nun auch der Bremen-Norder Abgeordnete, Klaus Möhle, nicht mehr für den Fraktionsvorstand der GRÜNEN Bürgerschaftfraktion angetreten war, weil drei seiner FraktionskollegInnen gegen ihn kandidierten, gab es doch einige Reaktionen. Für mich persönlich ist es zunächst ein riesiger Rückschlag für die Bremen-Nord, ebenso für das Land Bremen.
Die Vorwürfe von Matthias Güldner, Fraktionsvorsitzender der Bremer Grünen, Klaus hätte bei den Querelen innerhalb der GRÜNEN JUGEND Bremen auf’s falsche Pferd gesetzt” (Zitat: Das BLV, Ausgabe 19.08.2009) sind unfair und nicht haltbar. Das dreisteste Argument jedoch ist, das Möhle den Jugendverband “instrumentalisiert” habe.
Im Gegenteil, eine Instrumentalisierung wird von anderen Flügeln betrieben, die es nur für nötig halten, die Jugend zum plakatieren oder zum Flyer Verteilen missbrauchen.

André Heinemann, Sprecher der “Altgrünen”, wird stinksauer, wenn ihm vorgeworfen wird, er und seine Mitstreiter betrieben keine Nachwuchsförderung: Er zählt die Posten auf, die Mitglieder der Grünen Jugend inne haben – es sind nicht wenige. Und noch am Montagabend habe er sich mit Junggrünen getroffen, die anschließend Flyer auf der großen CDU-Wahlveranstaltung mit Angela Merkel verteilt hätten. Schließlich seien ja nicht alle Mitglieder der Grünen Jugend stiften gegangen.

Quelle: http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/

Zudem kommen die Argumente, die jungen Menschen, hätten ja schon viele Posten. Darum geht es mir nicht, ich will keinen Posten, mit dem ich nichts anfangen kann. Sondern vielmehr möchte ich auf Augenhöhe wahr- und ernstgenommen werden.

Patrick Meiß, ehemaliger Landesschatzmeister der GRÜNEN JUGEND Bremen, schreibt auf seinem Blog:

Dies und viele weitere destruktive Auswucherungen im Umgang miteinander stoßen mir mehr als Übel auf! Hier werden schon mal Grüne Jugend – Mitglieder in ihren demokratischen Rechten beschnitten, indem ihnen die Teilnahme an mitgliederöffentlichen Gremien ohne nachvollziehbare Gründe untersagt werden. Ansonsten wird sich gerne ein Stopp-Schild umgehangen: „Bitte keine Störung durch nachwachsende Kräfte!“

Da hilft einem auch kein Posten, wenn einem vorher verboten wird an Gremien teilzunehmen.

Zurück zu den Reaktionen.
In Bremen Nord hat Olaf Bullert, Mitglied des Blumenthaler Beirats, seine Ämter und auch sein Beiratsmandat niedergelegt. Ein weiterer Verlust für die Grüne Politik in Bremen-Nord.
Sara Dahnken, als auch Patrick Meiß, beide ehemaliger Landesvorstandsmitglieder der GRÜNEN JUGEND Bremen, sind aus der Partei ausgetreten.

Ich selbst lasse meine Aktivitäten bis auf weiteres bei der GRÜNEN JUGEND Bremen und den Bremer Grünen ruhen. Man wird sehen, was die Zukunft bringt.

Podiumdiskussion von “Blumenthal Aktiv”

Dienstag, den 9. Dezember 2008

Am Samstag morgen war ich zu Gast bei einer Podiumsdiskussion der Unternehmerinitiative “Blumenthal Aktiv” zu den Themen “Schließung der BWK”; “Situation des Freibads Blumenthal”; “Innere Sicherheit” und abschließend zum “Bluemthalkonzept”.

Auf dem Podium saßen 4 Vertreter der SPD (Wolfgang Dettmer, Insa Peters-Rehwinkel, Orstamtsleiter Erik Peterssen, Ursula Arnold-Cramer, MdBB), Anke Krohne (DIE LINKE), Olaf Bullert (Grüne), und 2 Vertreter der CDU (Rainer Bensch, Werner Teiwes). Moderiert wurde die Veranstaltung durch Uf Buschmann (Medienkontor Bremen).

Ich möchte euch jetzt nicht den ganzen Diskussionsverlauf darstellen, sondern die spannendsten Punkte aufzeigen, die für mich recht neu waren.

Zur BWK wurde von allen Podiumsteilnehmern deutlich gemacht, dass es für die betroffenden Kollegen der BWK eine Katastrophe sei, jedoch sei man auch der Auffassung, dass man jetzt prüfen müsse, wie man das freiwerdene Gelände nutzen kann. Deutlich wurden die GRÜNEN und DIE LINKE, die beide die Aufhebung der noch nicht rechtskräftigen Genehmigungen forderten. Auch die CDU war der Meinung, dass die Anlagen nun auf den Prüfstand gehören, eine durchaus neue Information. Ärgerlich wurde ich bei der Äusserung von Frau Arnold-Cramer, die doch tatsächlich behauptete, dass die Müllverbrennungsanlagen der BWK rechtskräftig genehmigt seien. Darüber hinaus verwies sie an die kompetenten Mitarbeiter des Umweltressorts. Als ihr deutlich widersprochen wurde, schwenkte sie vom Thema ab.

Zum Thema Freibad, wurde nocheinmal die aktuelle Situation beschrieben, und dass erst in naher Zukunft eine Entscheidung durch das Finanzressort zu erwarten ist. Deutlich wurde jedoch, dass ein Freibad, als soziale Komponente unverzichtbar für den Stadtteil Blumenthal ist, da es nicht nur für den reinen Sport genutzt wird, sondern eben als sozialer Raum zu sehen ist.

Das letzte Thema, was ich noch verfolgen konnte (die ersten beiden waren sehr ausführlich, daher wurde meine Zeit knapp), war das Thema “innere Sicherheit in Blumenthal”.
Hier wurde wiedereinmal die gefühlt hohe Kriminalität in Lüssum angesprochen. Das vom Innensenator durchgesetzte “Null-Tolleranz-Konzept” wurde eigentlich durchweg von allen Teilnehmern als richtig angesehen.Durch dieses Konzept würde die Jugendkriminalität bisher schon erfolgreich gesenkt. Dennoch forderte der Beirat weitere Streetworker, um die sozialen Probleme in diesem Ortsteil aufzuklären und Präventstionsarbeit zu leisten.
Ich war der einzige Jugendliche Gast der Diskussion und konnte es mir dann auch nicht verkneifen, das Null-Tolleranz-Konzept (Bremen-Nord hat eine eigene Hundertschaft) zu kritisieren. Meiner Meinung nach ist die Qualität der Bremer Polizei sehr stark gesunken, siehe Einsatz gegenüber Frankfurter Fußballfans, aber auch während einer Demo gegen den Naziladen in Bremen, fuhr die Polizei alles auf, was sie zu bieten hat (siehe Video). Das dies in einem Brennpunkt auch zur Provokation führen kann, liegt für mich auf der Hand.

Im Großen und Ganzen war die Diskussion mit den rund 25 Zuhörern, sehr zeh, aber hatte durchaus spannede Aspekte, die vorher noch nicht so klar ersichtlich waren.

BREAKING NEWS: Bremer Wollkämmerei schließt in Blumenthal!

Mittwoch, den 3. Dezember 2008



Bremen – Der Mutterkonzern der Bremer Wollkämerei, BWK Elders Australia Pty. Ltd., Adelaide, Australien, hat entschieden sein Werk in Bremen, als auch das Werk in der Türkei, zu schließen. Die australische Fachzeitschrift „Stock & Land“ schreibt: „Mr Guerin said the wool processing facilities in Germany and Turkey had not made money for some time.“
Am Standort Bremen geht damit eine 125 Jahre alte Tradition der Wollproduktion zu Ende. Die Flächen sollen nun verkauft werden.
Für die Bremer KollegenInnen ist die Schließung durch die australische Konzernführung eine Katastrophe. Allein der Standort Bremen-Nord wird durch den Verlust der Arbeitsplätze noch mehr geschwächt.
„Wir bedauern die Entscheidung des australischen Mutterkonzerns Elders sehr, wollen jedoch wissen, was mit den Müllverbrennungsanlagen an dem Bremer Standort passieren wird.“, so Gabriele Kröger-Schurr, 1.Vorsitzende der Unabhängige Bürgerbewegung Blumenthal, „Wenn die BWK zu macht, braucht die schließlich niemand mehr“.
Daher fordert die Unabhängige Bürgerbewegung Blumenthal und umzu e.V. eine sofortige Aufhebung der vorläufigen Genehmigungen und einen Abbau der Müllverbrennungsanlagen in Blumenthal. Des Weiteren fordern wir die Politik auf, nach einer nachhaltigen und attraktiven Lösung für die Nutzung der Flächen, zu finden.