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Grüne Politik in Bremen und Nachwuchs passen offenbar nicht zusammen

Montag, den 17. August 2009

Liebe Grüne Jugend Bremen,

seit nunmehr über zwei Jahren bin ich bei der GRÜNEN JUGEND Bremen
aktiv und immer engagiert.

Die letzten Wochen und Monate haben mir gezeigt, dass wir viel
erreichen können, aber ebenso wurde mir ganz klar gezeigt, dass eine
Politik die nicht Mainstream ist, und ab und zu gegen den Strom der
Partei oder Fraktion in Bremen schwimmt, unerwünscht ist.

Die Grüne Politik der letzten 4 Jahre – guter, wirklichgrüner
Oppositionsarbeit –ist in den letzten 2 Jahren Regierungsarbeit
offenbar verloren gegangen. Bevor die eigenen Leute Beschlüsse fassen
können wird sofort der Koalitionskompressor angeworfen, und die
Argumente auf’s Minimale komprimiert.

Man muss sich nicht lieben, aber eine vertrauensvolle Zusammenarbeit,
zwischen Partei, Fraktion und Nachwuchs ist die Vorraussetzung für
eine Politik die lebendig ist.

„Die wissen doch gar nicht was Politik ist“, auch eine Tendenz, die
ich in den letzten Wochen und Monaten gegenüber der GRÜNEN JUGEND
wahrnehmen konnte.
Pressemitteilungen wurden vom Fraktionsvorsitzenden Matthias Güldner
in einer diffamierenden Form kommentiert, als wäre man nicht auf
Augenhöhe.
Die Diskussion zu Netzsperren blieben vom Landesvorstand
unkommentiert. Offene Briefe und direkte Anschreiben an den
Landesvorstand wurden bis heute noch nicht beantwortet, obwohl diese
bereits vor Wochen zugestellt wurden.
Unzählige Anfragen wurden mit einfachen Ausreden entgegnet, man hätte
keine Zeit oder es passe grad nicht.
Das alles zeigt pures Desinteresse an politischem Nachwuchs.

Unser Vorstoß, einen Aktionsplan Nachwuchspolitik, für die Bremer
GRÜNEN zu erstellen und zu beschließen, war ein Weg, bei dem einen die
Stöcker, eher Äste zwischen die Beine flogen.
Auch wieder eine Klüngelrunde, in der man sich für die Wortwahl und
Kommas rechtfertigen musste. Warum nicht einfach die Sache beschließen
und gut?! Und warum nicht die Mitglieder direkt darüber diskutieren
lassen?! Es scheint in einem kleinen Verband wie Bremen unmöglich zu
sein, basisdemokratische Werte aufrecht zu erhalten. Passt einem etwas
nicht, trifft man sich in bestimmter Konstellation und erhält somit
das Wunschergebnis.

Auch die Landesmitgliederversammlung in Bremen einstimmig Beschlüsse
zur Nachwuchspolitik gefasst hat, wird vom Parteivorstand nicht ernst
genommen – Im Gegenteil. Mitglieder wurden in ihren Rechten
beschnitten, Informationsflüsse wurden einseitig gelenkt, es ging
sogar soweit, dass die Sprecherin der GRÜNEN JUGEND durch die einen
Flügel aus Frationären, Landesvorstandsmitgliedern und anderen der
Partei, schien instrumentalisiert zu werden.

Grüne Inhalte geraten bei den Bremer GRÜNEN scheinen immer mehr in
den Hintergrund zu geraten. Aber auch als GRÜNE JUGEND in Bremen
politik zu machen, scheint mir anhand der Parteiinstruktionen und
Wunschvorstellungen einiger ebenso unmöglich. So schrieb der
Landesvorsitzende der Bremer GRÜNEN aufgrund eines Presseartikels über
die GRÜNE JUGEND Bremen, dass die Partei die Verantwortung für diesen
„Tochterverband“ trage, der meiner Meinung nach inhaltlich autark ist.
Eine ungerechtfertigte Einmischung in den Jugendverband.

Gestern wurde noch mal deutlich, dass Inhalte offenbar nicht immer
interessieren. Dass Bundesschiedsgericht der GRÜNEN JUGEND
offensichtlich nicht. Dort ging es nur um reine Formalia ohne
inhaltlichen Zusammenhang.
Auch wenn ich die Entscheidung akzeptiere, muss ich mich fragen, warum
Menschen die junggrüne Politik gestalten wollen so ins Abseits
gestellt werden.

Ich für mich ziehe den Entschluss, unter diesen Vorraussetzungen in
Bremen und bei der Partei, als auch im Jugendverband, innerhalb
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bremen und in der GRÜNE JUGEND Bremen nicht
mehr aktiv zu sein.

Weiterhin werde ich für eigentlich Urgrüne Inhalte kämpfen und
engagieren, jedoch außerhalb der GRÜNEN JUGEND Bremen.

Schlussendlich möchte ich noch allen Danken, die mich auf dem langen
und oft auch schönen Weg, im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bremen
begleitet haben und mit vielen lustigen und genialen Aktionen für die
politische Auseinandersetzung gekämpft haben.

mit junggrünen und stachligen Grüßen
Eike

Pass auf Sportsfreund die Zweite

Sonntag, den 15. März 2009

sportsfreund_kl

Am gestrigen Samstag sind  700 Bremer und Bremerinnen auf die Straße gegangen, um erneut gegen den Bremer Naziladen “Sportsfreund” zu demonstrieren. Der Bremer Naziladen in der Faulenstraße, vertreibt Szenekleidung, z.B. der Marken Thor Steinar oder Sportfrei. Gegen 12 Uhr ging der Demonstrationszug im Bremer Viertel los, durch die Innenstadt, zum Brill (Sichweite zum Sportsfreund) und dann weiter zum Bahnhof, und erneurt durch die Stadt wieder ins Viertel. Den DemonstantInnen ging es aber nicht nur um den “Sportsfreund”, sondern auch um weitere Nazihändler, wie zum Beispiel den “Heimdall”-Versand, der die Naziszene Bundesweit mit braunen Artikeln versorgt. Die Kampagne “Ladenschluss” (ein Zusammenschluss von Anwohnern und Geschäftsleuten) kämpft dafür, dass die Nazi-Läden umgehend schließen müssen. In Hamburg, Leipzig, und anderen Städten gab es für ähnliche Kampagnen schon erfolg, so hatten die Läden keine Chance Fuß zu fassen, da der politische und öffentliche Druck zu groß wurde.

In Bremen war dies bereits die zweite Demo gegen den “Sportsfreund” und laut Aussage der Veranstalter auch nicht die letzte. Zuletzt gingen ca. 600 Menschen am 15.11.2008 auf die Straße. Ich wünsche mir, dann beim nächsten Mal nochmal mehr Menschen, um dann den Druck auf die Läden noch größer werden zu lassen.

Pass auf, Sportsfreund!

Sonntag, den 16. November 2008

Am gestrigen Tag war ich in Bremen auf der Demo “Pass auf, Sportsfreund”, organisiert von der Kampagne Ladeschluss. Die Demonstration richtete sich gegen den Bremer Naziladen “Sportsfreund”, der sämtliche Artikel, die die braune Suppe so braucht, verkauft.
Es waren rund 600 Demonstranten, meist Jugendliche, die sich am Vormittag auf dem Marktplatz trafen und dann in Richtung Naziladen gen Faulenstraße zogen. Jedoch wurde der Laden durch die Polizei weiträumig abgesperrt und durch Hundestaffeln, ca. 300 Polizisten und 2 Wasserwerfer “geschützt” (siehe Video). Dennoch wurde deutlich dass die BremerInnen diesen Laden nicht hier, aber auch nirgendwo anders wollen.